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Donnerstag, 3. Januar 2008

DVD: Cube Zero

Als im Jahre 1997 ein Film namens Cube die independent Filmszene aufmischte, konnte noch niemand ahnen, dass dieser 265.000€ „teure“ Film die Fans so begeistern würde, dass noch zwei weitere Nachfolger produziert werden sollten. Die Handlung ist schnell umschrieben: Sieben Leute erwachen inmitten eines aus Würfeln gebildeten Gebäudes. Um hinauszukommen müssen sie zusammenarbeiten, geraten aber bald in zwischenmenschliche Konflikte. Auch das Ende des Films beantwortete dem Zuschauer nicht, um was es sich bei diesem Würfelkomplex nun genau handelt und wer hinter diesem Bauwerk steckt.

Cube Zero, der dritte Teil der Serie, stellt ein sog. Prequel dar, welches viele der im Erstling aufgeworfenen Fragen beantwortet. Moment, der dritte Teil der Serie? Ganz richtig, doch Cube: Hypercube konnte kaum überzeugen und beantwortete die offenen Fragen ungenügend bis gar nicht. Cube Zero hingegen spielt nun nur noch zu einem vergleichsweise kleinen Teil wirklich im Würfel. Wir beobachten diesmal auch zwei Techniker, die außerhalb des Würfels ihre Arbeit verrichten und größtenteils ebenfalls im Dunkeln über ihre Arbeitgeber tappen.

Viel mehr wollen wir zur Story auch gar nicht verraten, denn dieser Film lebt vom langsamen Spannungsaufbau bis hin zur (teilweisen) Enthüllung der Hintermänner. Um seinen Fans trotzdem gerecht zu werden splattert Cube Zero nur so vor sich hin, dass es eine wahre Freude ist. Ähnlich wie SAW III übertrumpft auch hier der dritte Ableger seine beiden Vorgänger deutlich in Sachen Gewalt, die 18er Freigabe ist daher durchaus gerechtfertigt. Für erwachsene DVD Fans ist Cube Zero daher eine unterhaltende Scheibe die den Kreis zum mysteriösen ersten Teil der Trilogie eindrucksvoll schließt.

Autor: Michael Gelhard

Samstag, 24. November 2007

DVD: Hatchet

Verdammt, wie oft wird eigentlich noch versucht, die schlimme Kindheit des Blogchefs angemessen zu verfilmen?! Halloween [2007] hat’s nicht geschafft, doch ich werde nicht müde, immer wieder neue Splatterstreifen zu sichten und hier zu besprechen. Hatchet ist auch so ein Fall. Entgegengefiebert habe ich ihm, dauernd war er ausgeliehen, doch dann endlich habe ich ihn ergattert. Ich hätte es bleiben lassen sollen…

Victor Crowley kam als wahre Missgeburt zur Welt. Einsam fristete er sein Dasein mit seinem treu sorgenden Vater, bis eines Tages ein paar Kinder Chinaböller in die Butze schmissen und das Ding in Flammen stand. Dass der Vater beim Versuch, die Tür mit der Axt einzuschlagen, den Kopf seines Sprösslings spaltet und dieser das Zeitliche segnet, ist da nur Nebensache, denn Jahre später geht der Mythos um, dass er immer noch in den Wäldern sein Unwesen treibt. Das bekommt ein Touristentrupp hautnah zu spüren, als der Tourdampfer havariert und sie sich durch den Wald kämpfen müssen.

Ja, es splattert schon ganz nett, die KJ-Freigabe geht völlig in Ordnung, doch was man ansonsten geboten kriegt, ist ein schlechter Scherz. Klischees, affige Humorversuche, keine Spannung, der Killer sieht aus wie aus Pappmaschee geformt und das Motiv für seinen Mördertrip wird nie klar. Alter Schwede, was ein Driss. Doch eines muss man dem Film lassen, so bescheuert schlecht, wie der Killer hier aussieht, war dennoch kein anderer von der Optik her meinem Boss so ähnlich. Und es gibt Titten!


Autor: Roman Beele - Chefredakteur Cinecaptain.de

Dienstag, 23. Oktober 2007

DVD: Starship Troopers 2 - Held der Föderation

Erinnert sich noch jemand an die geniale Science-Fiction-Gewaltsatire Starship Troopers von Paul Verhoeven, in der die Menschheit gegen die insektoiden Alienfeinde vom Planeten Klendathu kämpften? Klasse. Dann sollte auch bekannt sein, dass dies ein ziemlich hochwertiger Film ist, mit tollen Effekten, harter Action und einer guten Story. Da darf man von der Fortsetzung schon mal was erwarten.

Ja, die Bugs sind immer noch nicht restlos ausgerottet und so müssen die Kammerjäger mit ihren Mottenku…Maschinengewehren für Ordnung sorgen, das ist aber gar nicht so einfach, denn die possierlichen Tierchen sind in der Überzahl und drängen sie in einen verlassenen Armeestützpunkt. Dort sind sie aber auch nicht sicher, denn eine neue Bugart nistet sich in den Köpfen mancher Soldaten ein und lässt sie zu ferngesteuerten, hungrigen Zombies mutieren, die die Truppe allmählich dezimieren. Und der Rettungsjet lässt auch auf sich warten…

What the Bug?! Was wird einem denn hier vorgesetzt?! Eine Direct-to-Video-Produktion die Szenen aus Teil 1 verwendet, so unfassbar auffällig in ein und demselben Setting spielt, lachhafte Darstellerleistungen bietet, eine Story hat, die auf eine Bierdeckelecke passt, Effekte, die man aufgrund der Gesamtdunkelheit des Films gar nicht sieht und ein paar dicke, nackte Brüste. Übrigens ist die Schauspielerin, die die Anführerin der Soldaten spielt, im ersten Teil gestorben!!!

Es ist wirklich dreist, diesen Schund namens Starship Troopers 2: Held der Föderation als Fortsetzung dieses Meilensteins zu vermarkten, denn wenn man einen Mythos entzaubern will, wird hier eine optimale Blaupause angeboten. Finger AUSDRÜCKLICH weg davon und die DVD, sollte man ihr begegnen, schnellstens mit Muckosan einsprühen!


Autor: Roman Beele - Chefredakteur Cinecaptain.de

Freitag, 19. Oktober 2007

DVD: Ghetto Gangz

Wer kennt das nicht? Da hat man mal wieder Scheiße angestellt und die Polizei ist einem auf den Fersen. Meistens kommt man nicht weit und landet in einer Zelle ohne Fenster. Wie das anders geht, zeigt Ghetto Gangz, in dem die beiden Helden mit einer derart akrobatischen Fortbewegungsweise glänzen, dass man zwischen Bewunderung über die Person („Boah ey!) und Mitleid für die Gelenke („Der is’ mit 30 Invalide!“) hin und her schwankt.

Die Story ist zu vernachlässigen. Im eingemauerten Vorstadtslum „Bezirk 13“, in dem nur Gangster und Arbeitslose leben, wird im Jahr 2010 eine Bombe von den örtlichen Gangstern unter Führung des Obermotzes Lahar geklaut und droht, zu explodieren. Daher wird Top-Cop Damien reingeschickt und muss sie binnen 23 Stunden entschärfen. Was ihm noch mehr stinkt, ist sein unfreiwilliger Partner Leito, der auch noch eine Rechnung mit Lahar offen hat.

Neben den schon genannten akrobatischen Einlagen bietet Ghetto Gangz auch noch eine recht kompromisslose Darstellung von Gewalt. Blutige Shootouts und brechende Knochen gehören genauso zum Standardrepertoire wie eine stylische Kameraarbeit und ein rasanter Schnitt. Die Gangster wie „K2“ oder Lahar haben allesamt immer mal wieder einen coolen Spruch auf den Lippen und machen den Film so zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Natürlich ist die Rahmenhandlung Käse, aber sie bietet genug Raum für ordentlich Haudrauf-Elemente. Ghetto Gangz ist auch all jenen zu empfehlen, die auf getragene Frauenunterwäsche stehen und die was gegen soziale Brennpunkte haben.


Autor: Roman Beele - Chefredakteur Cinecaptain.de

Sonntag, 14. Oktober 2007

DVD: Monster Man

ROSEBUD!!!!“ Wem dieser Ausbruch so spontan jetzt ungefähr NICHTS sagt, und wer sich jetzt fragt, was für einen blöden Mist er sich hier schon wieder durchlesen muss, dem sei gesagt, dass er wieder kommen soll, wenn er sich Monster Man zu Gemüte geführt hat.

Adam, ein sexloser, spießiger Totalversager ist auf dem Weg zu der Hochzeit seiner ewigen Liebe. Was er erst später mitbekommt, ist, dass sich sein Kumpel Harvey in seinem Wagen versteckt hat und ihn nun permanent mit Kritik und pöbelnden Sprüchen annervt. Doch noch bevor irgendwelche Konsequenzen gezogen werden können, werden sie auch schon von einem aufgemotzten Monster Truck verfolgt und können nur knapp entkommen. Kurz darauf treffen sie noch eine verdammt heiße Anhalterin namens Sarah, die spontan bei ihnen mitfährt und so muss sich nun ein Trio dem zusammengenähten Freak am Steuer des Trucks erwehren.

„Ich hab Bronchitis!“. Das ist der erste Gedanke, der einen nach einer halben Stunde beschleicht, denn vor lauter Lachen dürfte man nach dem Film seine Stimmbänder schmecken. Hier wird gecrasht, gemetzelt, parodiert, zitiert, dass es eine Pracht ist. Die Figurenkonstellation ist äußerst unrealistisch und die Sprüche sind die Partyknaller schlechthin. Schon mal eine überfahrene Katze im Schlaf geknutscht? Schon mal 24 Stunden über ein und dieselbe Person gefahren, dass die Kupplung qualmt? Schon mal vom Dach eines Trucks in selbigen gepisst? All diese Kindheitsträume könnten jetzt endlich wahr werden! Also ab in die Videothek, nach Monster Man fragen und vor Lachen kotzen. Geht auch nüchtern.


Autor: Roman Beele - Chefredakteur Cinecaptain.de

Dienstag, 25. September 2007

DVD: The Marine (mit John Cena)

Nach The Rock, Hulk Hogan und Bill Goldberg will auch WWE Superstar John Cena mit seinem Wrestlerbonus einen Film aufwerten. Dazu hat er sich unüblicherweise eine ROMANZE ausgesucht! Achja, nebenbei gibt’s auch noch einige Tote und ein paar Massenexplosionen. Aber alles im Zeichen der Liebe!

Nachdem John (KLISCHEE!) Triton, ein gestählter Elitemarine (KLISCHEE!) einen Befehl missachtet (KLISCHEE!) und seine Soldatenkameraden aus einem Camp im Irak (KLISCHEE!) rettet (KLISCHEE!), wird er vom Militär entlassen (KLISCHEE!). Zurück in seinem zivilen Leben will er sich mit seiner Elisha-Cuthbert-Lookalike-Frau bei einer Bergtour entspannen. Als das Benzin knapp wird (KLISCHEE!), fahren sie eine Tankstelle an, in der gerade der Diamantenräuber Rome und seine Truppe ein paar Polizisten abknallen. Tritons Frau wird als Geisel genommen und er macht sich auf die Jagd nach den Kidnappern.

Wem hier sanfte Zweifel an der Originalität des Scripts kommen und wer hier irgendwo das Wort „KLISCHEE!“ erkannt hat, liegt damit nicht völlig daneben. Cena agiert hier mit seinen 4 Gesichtsausdrücken (viermal so viele wie Steven Seagal!) recht hölzern und bekommt trotz beingroßer Muskeln ordentlich in die kantige Visage. Spannung gibt’s gar keine und pseudokomische Dialoge zwischen den Bösewichten verleihen dem Ganzen einen trashigen Faktor. Außerdem wünsche ich keinem Videothekar einen Kunden, der aus dem Süden der USA kommt, der könnte doch leicht angesäuert eine zerbrochene DVD zurückgeben. Eher Marinekäfer als Marine...


Autor: Roman Beele - Chefredakteur Cinecaptain.de