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Montag, 7. Januar 2008

Zigarre: Trinidad (Havana)

Benannt nach der im 16. Jahrhundert erbauten Stadt La Santisima Trinidad debütierte diese Zigarrenmarke im Jahre 1969. Die erste Gemeinsamkeit zur Cohiba finden wir bereits im ursprünglichen Verwendungszweck. Anfangs war die Trinidad nämlich ausschließlich als Staatsgeschenk zu erlangen... doch dies sollte sich glücklicherweise noch ändern.

1998 wurde sie für den allgemeinen Verkauf freigegeben und feiert so in diesem Jahr ihre erste Dekade in aller Herrenländer Humidore. Die Formate der Marke Trinidad – Fundadores, Reyes, Coloniales und Robusto Extra - sind alle einzigartig.

Die tadellose Optik der Zigarre ist kein Zufall, denn die vollständig per Hand gefertigten Zigarren wurden in El Laguito geschaffen, der Zigarrenmanufaktur in der auch die Cohibas gefertigt werden. Die besondere Mischung ausgewählter Tabakblätter der besten Vegas Finas de Primera aus der Region Vuelta Abajo ist bekannt für ihr klassisches Aroma. Reichhaltige Röstnoten und ein kräftiger Geschmack zeichnen diese Zigarre ebenso aus wie das gute Zugverhalten und der vorbildliche Abbrand.

Die Zigarren der Marke Trinidad wissen also zu überzeugen. Vom Kauf distanzieren werden sich, gerade angehende, Aficionados bisweilen wohl trotzdem. Der kräftige, aromatische Geschmack stellt für Neueinsteiger das übliche Havana-Problem dar und bei einem Preis von mindestens 7,20€ bis zu 20,50€ (je nach Format) sollte der Smoke nicht bereits nach dem ersten Drittel beendet werden.

Autor: Michael Gelhard

Donnerstag, 3. Januar 2008

Zigarre: Independence

Wenn man unter Zigarettenrauchern den Begriff Zigarre in den Mund nimmt, denken viele zuerst an die Independence aus dem Hause Arnold André. Zusammen mit Dannemann hat man diese Zigarre an den meisten Tankstellen deponieren und zum Verkauf anbieten können. Diese Marktdominanz verhalf dann auch relativ schnell zu zweifelhaftem Ruhm in der großen Welt der Tankstellenzigarren... Dass ein erfolgreiches Produkt aber nicht immer auch gut sein muss, beweisen die nun folgenden Zeilen.

Der Preis von unter 2€ macht die Independence zu einer Mitnehm-Zigarre. Zumeist als Spontankauf, um einen besonderen Moment zu feiern, geht die Independence über die Ladentheke. Das Aussehen der Zigarre zeugt von ihrer maschinellen Fertigung und gerade das Deckblatt lässt die Qualität und jahrelange Erfahrung einer aufwendigen Handarbeit vermissen. Ganze gerollte Tabakblätter sucht man im inneren dieser preiswerten Zigarre übrigens vergebens, das Innenleben gleicht dem einer handelsüblichen Zigarette.

Nicht nur das Aussehen erinnert er an die suchtbefriedigenden Glimmstängel aus der Schachtel, auch der Geschmack gleicht dem einer Zigarette frappierend. Vollmundige Aromen, unzählige Facetten und ausgereifte Geschmacksnoten sucht man bei der Independence vergebens. Die einzige Gemeinsamkeit zu einer Zino Classic No. 3 oder einer Casa de Torres (den Vergleich zur Cohiba sparen wir uns lieber mal) hat diese "Zigarre" unserer Meinung nach lediglich in einem Punkt: sie qualmt.

Autor: Michael Gelhard - Photo: ciao.de (rider-of-apocalypse)

Sonntag, 16. Dezember 2007

Zigarre: Avo Classic No. 2

Avo Uvezian. Ein Name der nicht nur für ein hohes Alter, Eleganz und Stil steht. Man findet ihn heute ebenso im CD- wie im Tabakregal. Berühmt wurde Avo nämlich ursprünglich nicht durch das gleichnamige Tabakprodukt, sondern seiner klassischen Musik die allerdings gerade unter Zigarrenrauchern viel Anklang fand. Auch Avo ist und war jeher ein Aficionado alter Schule.

Und gerade diese Erfahrung spiegelt sich in der Avo Classic Serie wieder. 1988 feierte Avo mit dieser Komposition sein Debüt und avancierte zum absoluten Klassiker. Im Jahre 2006 startete die Europatournee dieser Zigarrenserie mit vier edlen Formaten. Über die Verarbeitung der Classic No. 2 – die wir für unseren Test in Rauch aufgehen ließen – wollen wir gar nicht viele Worte verlieren. Hier passt von der Fermentierung des Deckblatts bis zum ausgezeichneten Kaltzug einfach alles.

Diese Serie zeichnet sich durch ihren kräftigen und sehr aromatischen Geschmack aus. Doch dies macht die Classic No. 2 zu einem Exemplar, welches nur unter den erfahrenen Aficionados einen würdigen Anklang finden kann, nicht zuletzt auch aufgrund ihres stolzen Preises von 8€. Zigarreneulinge könnten von dem starken Geschmack schnell überfordert sein. Diese hohe Geschmacksintensität ist eher untypisch für eine Longfiller Zigarre aus der Dominikanischen Republik, doch vielleicht sorgt gerade das für die ausgezeichnete Qualität der Avo Classic Serie.

Autor: Michael Gelhard

Sonntag, 9. Dezember 2007

Zigarre: Montecristo No. 3

Die Bezeichnung der, neben der Cohiba und Romeo y Julieta, wohl bekanntesten kubanischen Zigarre Montecristo stammt vom Helden aus Alexandre Dumas berühmten Roman "Der Graf von Montecristo". Ihren Anfang genommen hat diese Marke mit einer handvoll Zigarren, die die einfachen Namen No. 1 bis No. 5 trugen. Mittlerweile hat sich das Sortiment aber stark erweitert und beinhaltet so zum Beispiel auch die Montecristo A, die mit 40€ maximal an Silvester geraucht werden sollte. Daher möchten wir den Ursprung dieser Serie unter die Lupe nehmen und etwas zur Montecristo No. 3 berichten.

Für die außerordentlich ausgewogene Mischung der Montecristo werden nur ausgewählte Blätter der Region Vuelta Abajo verwendet. Diese Region soll den besten Tabak Cubas hervorbringen und so reiht sich schon der Rohstoff nahtlos in die hohe Qualität der Zigarre ein, die bei der Verarbeitung ihren Höhepunkt findet. Alle Format wurden seit jeher totalmente a mano, also vollständig von Hand gefertigt.

Das anfangs süßliche, leicht an Honig erinnernde Aroma wird nach dem ersten Drittel deutlich kräftiger und bekommt eine erdige Note. Der Geschmack bleibt bis zum Ende hin absolut konstant und besticht durch seine hohe Ausgewogenheit. Abbrand und Durchzugverhalten sind tadellos, was bei der hochwertigen Verarbeitung allerdings auch kein Wunder ist. Die Rauchentwicklung dieser 9,70€ teuren Kubanerin ist allerdings limitiert. Dies tut dem Geschmack zwar keinen Abbruch, auf die entspannenden Rauchspielchen einer Romeo y Julieta No. 2 muss man hier allerdings verzichten. Insgesamt eine gute Zigarre, die im Preissegment um die 6€ allerdings besser aufgehoben wäre.


Autor: Michael Gelhard

Sonntag, 2. Dezember 2007

Zigarre: Casa Culinaria Premium Black

Bereits vor einigen Wochen haben sich die Sparfüchse unter uns an die preisgünstige Casa Culinaria Orange gewagt. Mit gerade einmal 1,40€ wollte man sich das Feeling einer guten Zigarre nach Hause holen, doch das gelang nur halbwegs. Die Verarbeitung der handgefertigten Longfiller-Zigarre war zwar akzeptabel, der Geschmack jedoch war viel zu flach und lies tiefergehende Aromen vermissen.

Mit der Casa Culinaria Premium Black geben wir der Serie zwar eine zweite Chance, überspringen mit der Red-Variante allerdings lieber ein Preissegment und geben hier für ein Exemplar des „schwarzen“ Serienvertreters rund 3€ aus. Die Premium Black stammt, anders als ihr Orange-Pendant, nicht aus der Dominikanischen Republik, sondern wird vollständig in Nicaragua gefertigt.

Die Verarbeitung dieser Premium Zigarre ist ausgezeichnet. Keine Fermentierungsfehler im Deckblatt, ein ausgezeichnetes Zugverhalten und eine dichte Rollung. Im direkten Vergleich zur Casa Culinaria Orange ist der Abbrand zudem weniger Tunnelbrandgefährdet.

Der Geschmack ist mittelkräftig und aromatisch. Allerdings entfaltet auch die Black Premium kein so volles und abwechslungsreiches Aroma, wie man sich das von einer ausgezeichneten Zigarre wünscht. Für den Preis zwar absolut akzeptabel, doch sollte man sich gründlich überlegen, ob man nicht doch noch zwei Euro mehr in eine Zino Classic No. 3 investieren möchte.


Autor: Michael Gelhard

Freitag, 16. November 2007

Zigarre: Romeo y Julieta (Mille Fleurs)

Benannt nach William Shakespeares tragischem Liebespaar geht der Ursprung der Habanos-Marke Romeo y Julieta auf das Jahr 1875 zurück. Unter Don ‚Pepin’ Fernandez, der als einer der ersten eine Bauchbinde nutzte, wurde die Marke im frühen 20. Jahrhundert weltberühmt.

Die Mischung der Romeo y Julieta, aus selektierten Blättern der Region Vuelta Abajo, macht sie zum absoluten Klassiker unter den Habanos. Bis heute ist diese Marke weltweit bekannt und bietet die umfassendste Auswahl an komplett von Hand gefertigten Longfiller-Zigarren. Die Qualität dieser Handarbeit ist ausgezeichnet und sorgt für ein angenehmes Zugverhalten. Der Abbrand kann gelegentlich leicht schief sein, dies stört aber in der Regel nicht weiter.

Das Aroma dieser kubanischen Zigarre ist mittelkräftig bis kräftig und überaus komplex. Der anfangs leicht honigartige Geschmack weicht sehr schnell einem Komplex aus erdigen Aromen die durch eine kräftige Röstnote abgerundet werden. Das würzige Aroma bleibt bis zum Ende erhalten, wird im letzten Drittel aber noch eine Stufe intensiver.

Dies könnte Zigarrenneulinge nicht nur im Geschmack überfordern, sondern im schlimmsten Fall auch ein leichtes Übelkeitsgefühl hervorrufen. Diese Zigarre ist definitiv etwas für erfahrene Raucher die sich an dieses Format langsam herangetastet haben. Doch für eben diese Gruppe bietet die Romeo y Julieta ein herausragendes Geschmackserlebnis zum kleinen Preis ab 3€.


Autor: Michael Gelhard

Mittwoch, 7. November 2007

Zigarre: Santa Damiana Corona

Die Santa Damiana erblickte erstmalig im Jahre 1992 das Licht der Welt. Diese relativ neue Zigarre stammt aus dem Hause Tabacalera de Garcia in der Dominikanischen Republik und wurde eigens für den europäischen Markt etwas vollmundiger gestaltet.

So besteht die Einlage aus einer Mischung aus dominikanischen und mexikanischen Tabaken. Das ebenfalls aus Mexiko stammende Umblatt und das Deckblatt aus Connecticut sollen den angenehm leichten Geschmack abrunden.

Die Verarbeitung der Santa Damiana ist durchweg überzeugend. Der Durchzug ist angenehm leichtgängig und das Deckblatt ist frei von Fermentierungsfehlern. Die professionelle Fertigung spiegelt sich auch in der straffen Rollung der Santa Damiana wieder, welche dann auch für einen gleichmäßigen Abbrand und einem beständigem Aroma bis zum Ende des Rauchgenusses sorgt.

Der Geschmack ist leicht und würzig und überfordert gerade Zigarrenneulinge nicht mit zu komplexen Aromen. Doch gerade hier kann für den einen oder anderen Zigarrenliebhaber ein großer Kritikpunkt liegen. Aficionados, die sonst eher den Facettenreichtum und die kräftige Stärke einer Habano zu schätzen wissen, werden einen geschmacklichen Höhepunkt bei der Santa Damiana schmerzlich vermissen.


Autor: Michael Gelhard

Donnerstag, 1. November 2007

Zigarre: Bahia del Duque Corona

Die meisten Spanienurlauber werden bei dem Namen Bahia del Duque wohl kaum an eine Zigarre, sondern an ein, auf Teneriffa ansässiges, Luxushotel denken. Historisch bedingt ist es den spanischen Zigarrenfabrikanten möglich, eine Zigarre herzustellen, die zu 100% aus kubanischen Tabaken gerollt wird.

Die Bahia del Duque ist eigentlich eine Hausmarke des Hotels für seine Aficionados. Doch der Geschmack dieser Corona konnte auch außerhalb Spaniens viele Genießer für sich gewinnen. Dank des Abkommens zwischen Spanien und Kuba und dem daraus verwendeten Tabak ist der Geschmack vergleichsweise kräftig und würzig. Dabei werden natürlich Erinnerungen an die kräftigen Zigarren aus Kuba wach.

Die Verarbeitung der Bahia del Duque ist ebenfalls tadellos. Das hochwertige Colorado-Deckblatt macht einen guten Eindruck und auch Zugverhalten und Abbrand wissen zu gefallen. Geschmacklich erinnert sie zwar, wie bereits beschrieben, an ihre kubanischen Schwestern mit ihren unterschiedlichen Röstaromen, erreicht die Komplexität und Qualität des Originals aber leider nie zu 100%.

Alles in allem ist die Bahia del Duque eine hochwertige und schmackhafte Zigarre der allerdings der letzte Kick fehlt. Der Preis von 5,90€ ist dabei zwar noch human, doch gibt es in diesem Preissegment definitiv bessere Alternativen.


Autor: Michael Gelhard

Dienstag, 30. Oktober 2007

Zigarre: Zino Classic No. 3

Unser Testbericht zur Casa Culinaria Orange Corona hat gezeigt, dass eine gute Zigarre nicht immer teuer sein muss. Die Verarbeitung war qualitativ hochwertig und auch der Geschmack ging in Ordnung, war allerdings etwas flach. Die Zino Classic No. 3 verschafft da Abhilfe.

Die Mischung der Zino Classic Cigar-Serie besteht aus hochwertigem Honduras-Jamastran-Tabak. Dieser Tabak verleiht der Serie ein erdiges Aroma. Um die Noten des Honduras-Tabaks weiter zu unterstreichen wurde ein geringer Anteil an dominikanischem Tabak beigefügt, ohne dass der typische Geschmack verloren geht.

Die Komposition dieser beiden Tabake ergibt eine sehr aromatische, reiche und ausgewogene Zigarre mit komplexen, würzigen Aromen. Hier muss sich die Casa Culinaria geschmacklich bereits geschlagen geben, denn solch eine Facettenvielfalt erreicht sie zu keinem Zeitpunkt. Im Nachgeschmack entwickelt die Zino Classic No. 3 dann auch noch eine leicht süße Note die das außergewöhnliche Raucherlebnis schlussendlich abrundet.

Abschließend kann, nein muss man sagen, dass diese Zigarre dem passionierten Aficionado ein reichhaltiges Geschmackserlebnis auf hohem Niveau bietet. Da die Zino Classic aus dem Hause Davidoff stammt, ist natürlich auch die Verarbeitung dementsprechend erstklassig. Diese Exklusivität schlägt dann allerdings auch mit 5€ pro No.3 zu Buche.


Autor: Michael Gelhard

Samstag, 20. Oktober 2007

Zigarre: Cigar Oasis XL

Es gibt viele Arten seine Zigarren frisch zu halten. Für eine etwas kürzere Lagerungsdauer reicht einigen Gelegenheitsrauchen da sogar eine Tupperdose. Jeder, der seine Stumpen in einem Humidor lagert, legt Wert auf eine längere Aufbewahrungszeit und ein Klima, in dem die Zigarren, ähnlich wie ein guter Wein, mit der Zeit reifen und immer besser werden können. Doch Acrylpolymer- und Schwammbefeuchter funktionieren nur mit einem entsprechend hohen Aufwand halbwegs zuverlässig.

Der Cigar Oasis XL hingegen, ein elektronischer Humidorbefeuchter, misst und kontrolliert die Feuchtigkeit im Humidor absolut zuverlässig. Dadurch sollen die Zigarren im Humidor immer gut gelagert sein und können ohne großen Aufwand in perfektem Umfeld reifen.

Außerdem filtert der Cigar Oasis XL die Luft im Humidor und lässt diese zirkulieren. Dies verhindert die Schimmelbildung und sorgt für eine bessere Verteilung der Luft bzw. der Feuchtigkeit im Humidor. Nach dem Öffnen wird die eingestellte Luftfeuchtigkeit schnell wiederhergestellt. Zwischen gerade einmal 40% und nassen 80% lässt sich jeder Wert auf ein Zehntel genau einstellen.

Auf Knopfdruck kann man sich die aktuelle Luftfeuchtigkeit digital anzeigen lassen und bei Bedarf nachregeln. Die Stromversorgung regelt dabei Wahlweise ein halbes Dutzend Batterien oder die – meiner Meinung nach sicherere – direkte Versorgung per Steckdose. Zwei Nachteile kann man dem Cigar Oasis XL trotzdem attestieren: Neben dem hohen Preis von 119€ (circa zweimal im Jahr kommen 12,95€ für eine neue Water Cartridge hinzu) reagiert der Befeuchter leider etwas träge auf geringe Feuchtigkeitsschwankungen. Alles in allem ist der Cigar Oasis XL aber eine der besten Möglichkeiten seine Zigarren frisch zu halten.


Autor: Michael Gelhard

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Zigarre: Casa Culinaria Orange Corona

“Gut & Günstig“ - dieser Leitspruch soll auf möglichst viele Bereiche im Leben zutreffen. Der neue Schrank sollte möglichst nicht mehr als 3,50€ kosten, aber trotzdem aus massivem Echtholz gefertigt sein, und Lebensmittel jeglicher Art schmecken vom Billiganbieter (angeblich) genauso gut wie das nicht ganz so preiswerte Markenprodukt. Wer ans Sparen denkt, denkt vermutlich nicht unbedingt als erstes an seinen Humidor bzw. dessen Inhalt.

Doch es muss nicht immer eine Zino oder gar Cohiba sein, um einen gelungenen Abend mit einer „guten“ Zigarre ausklingen zu lassen. Gerade einmal 1,40€ für eine Longfiller Zigarre im Corona-Format verlangt Paul Bugge bei der Hausmarke Casa Culinaria Orange. Der niedrige Preis wird so manch einen Aficionado eher abschrecken als zum Kauf anregen doch diese Zigarre ist wahrlich ein Qualitätsprodukt.

Bei der Casa Culinaria Orange handelt es sich um eine Zigarre milderen Aromas aus der Dominikanischen Republik. Dabei bleibt der Geschmack bis zum Ende hin auf einem konstant hohen Niveau. Der Durchzug ist ausgezeichnet, was der nicht ganz so straffen Rollung zu verdanken ist. Dies kann jedoch auch ein Nachteil sein, denn der unerwünschte Tunnelbrand wird so begünstigt.

Qualitativ gibt es bei der Casa Culinaria Orange also nicht viel auszusetzen und der Geschmack geht ebenfalls in Ordnung, dürfte für den anspruchsvolleren Gaumen allerdings etwas zu flach sein. Der fehlende Facettenreichtum macht den Geschmack nicht unbedingt schlechter, allerdings auch in keinster Weise zur Konkurrenz für edlere Marken wie Davidoff, Cohiba oder gar Montecristo.


Autor: Michael Gelhard

Sonntag, 7. Oktober 2007

Zigarre: Cohiba Rubusto

Im Jahre 1964 begann eine Zigarrenmarke ihren Siegeszug der bis heute seinesgleichen sucht. Anfangs noch Namenlos war diese Zigarre, mit personalisierten Bauchbinden, ausschließlich als Geschenk für Staatsoberhäupter und Diplomaten gedacht.

Fidel Castro persönlich vernahm in seinem Anwesen einen für ihn bis dato unbekannten Geruch, der von einem seiner Leibwächter herrührte. Dieser nämlich genoss eine Zigarre, die von einem befreundeten Zigarrenroller ursprünglich nur für den Eigenbedarf kreiert wurde.

Die Rede ist hier natürlich von der Cohiba, die jeder Aficionado einmal im Leben in seinem Humidor gelagert haben sollte. 1967 wurde die Produktion in die, damals geheim gehaltenen, heute jedoch weltberühmten Manufaktur El Laguito verlagert. Seit 1982 sind die Zigarren auch auf dem freien Markt erhältlich, außer den USA, wegen des verhängten Kuba-Embargos.

Die Blätter der Cohiba stellen die Auslese der Auslese aus den fünf besten Vegas Finas de Primera dar. Zwei der Einlageblätter werden – exklusiv für die Cohiba – ein drittes Mal fermentiert was der Mischung ein umso weicheres Aroma verleiht.

Die Cohiba Rubusto glänzt durch ihren ausgewogenen Geschmack welcher weder zu stark, noch zu schwach ist. Die Verarbeitung lässt qualitativ natürlich keine Wünsche offen. Der Abbrand besticht durch seine Gleichmäßigkeit und auch der Durchzug ist ein wahrer Traum. Mit rund 16€ ist die Cohiba Rubusto allerdings auch alles andere als ein Schnäppchen.


Autor: Michael Gelhard

Sonntag, 30. September 2007

Kleine Humidorkunde

Bei der Innenauskleidung des Humidors handelt es sich meist um spanisches Zedernholz. Trotz des Namens stammt es überwiegend aus Brasilien bzw. Süd-Mittelamerika. Dieses Holz sorgt für ein gleichmäßiges Klima und unterstützt den Reifeprozess der Zigarren und somit deren Würze.

Der Humidor sollte gut schließen, damit sich eine konstante Luftfeuchtigkeit einstellt. Um eine regelmäßige Frischluftzufuhr zu gewährleisten, sollte der Humidor mindestens einmal pro Woche geöffnet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht unter 70% sinkt. Zu trockene Zigarren bekommen einen beißenden, leicht bitteren Geschmack. Zu feuchte Zigarren hingegen brennen nicht sauber und bekommen einen schweren stechenden Geschmack.

Die Luftfeuchtigkeit wird durch einen innenliegenden Befeuchter geregelt. Dabei handelt es sich in der Regel um einen – mit destilliertem Wasser getränkten – Schwamm. Edlere Modelle enthalten einen selbstregulierenden Mikroprozessor der vollautomatisch für die richtige Luftfeuchtigkeit sorgen soll.

Standardmäßig kontrolliert ein analoges Hygrometer die Luftfeuchtigkeit. Diese werden durch das vollautomatische Befeuchtersystem zwar überflüssig, sind für die günstigere Schwammlösung allerdings unerlässlich. Hochwertiger und verlässlicher sind hier allerdings digitale Hygrometer die einen wesentlich genaueren Wert liefern. Gute Modelle gibt es hier schon ab knapp 20€ im gut sortierten Fachhandel.


Autor: Michael Gelhard

Mittwoch, 26. September 2007

Zigarre: Casa de Torres (Longfiller)

Der süße Rauch einer Wasserpfeife mit seinem zumeist fruchtigen Geschmack hat viele passionierte Nichtraucher die Gefahren des Rauchens vergessen lassen. Durch Mythen wie das Filtern der Schadstoffe durch das Wasser haben sich viele, vorwiegend jüngere, Menschen zu einem ersten Zug hinreißen lassen. Doch eines möchten wir klarstellen: Shisharauch enthält, trotz des Fruchttabaks, keine Vitamine… und ist ähnlich schädlich wie der einer Zigarette. Menschen, die sich das Vergnügen dennoch nicht nehmen lassen wollen, gönnen sich daher, und aufgrund des ursprünglicheren Geschmacks, lieber eine gute Zigarre, die traditionell eher gepafft wird und der Rauch somit nicht in die Lunge gelangt.

Auch wir wissen einen gemütlichen Abend bei einem guten Glas Whisky und einer ebenso guten Zigarre zu schätzen. Die Zigarre Casa de Torres ist eine Handmade Longfiller Cigarre. Diese Zigarre ist in allen gängigen Formaten erhältlich. Wir bevorzugen jedoch das Corona-Format. Dieses bietet nämlich nicht nur eine perfekte Rauchdauer von fast 1 ½ Stunden, sondern auch einen angenehm leichten Durchzug.

Die Casa de Torres wird aus Piloto Cubano gerollt, einer erstklassigen Havannasaat, die in Nicaragua kultiviert wird. Der angenehm leichte Geschmack wird durch ein Deckblatt aus feinstem Connecticut Tabak abgerundet. Besonders als Zigarrenneuling wird man den harmonischen, milden Geschmack mit leichter Würze zu schätzen wissen.

Autor: Michael Gelhard